Besuch im Focke Museum


Stadtgeschichte
  • 782 n.Chr. erste Erwähnung Bremens
  • Bremen – auf einer Düne errichtet, geschützt, mit einem Gewässer
  • Karl d. Große, Sachsen brachten das Christentum --> dort, wo heute der Dom steht wurde eine Kirche aus Holz errichtet. In dieser regierte der Erzbischof Willehad
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _

965 n.Chr. bekam Bremen mehr Rechte

  • Einen Markt zu haben [--> Menschen kamen von außerhalb --> Bremen wuchs]
  • Zoll [Bischof/Stadt bekam Geld)]
  • Gericht [2 Stelle des Kaisers(?)]
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
1225 Ansiedlung bei der Liebfrauenkirche
Martinikirche, Stefanikirche, Ansgari Kirche, Dom = große Kirchen der Stadt
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Es gab Stadtmauern (die sicher immer wieder veränderten/ausweiteten
Im Mittelalter gab es viele Umbrüche und Unruhen
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _

1517 Reformation
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
1618-1648 30jähriger Krieg -> Bremen hat ‚aufgerüstetet‘

  • Neustadt wurde in die Stadtmauern aufgenommen
  • Bürgerpark war als Schutz für die Stadt (kein Park)
_________________________________________________________
   
Zw. Mittelalter und Neuzeit
Das Weserschiff
Dieser Bugteil eines spätmittelalterlichen Flussschiffes wurde 1989 etwa 150 m von der Weser entfernt auf dem Gelände der Brauerei Beck & CO in rund 4m Tiefe gefunden. Dort verlief einst ein spät verlandeter Weserarm. Das ganze Schiff war vielleicht 11 m lang.
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _

Die kleine Schlachte

  • Weser versandete --> große Schiffe konnten nicht mehr in den Hafen einfahren à Großes Problem für den Handel, dabei war Bremen Handelsstadt [andere Städte hatten ähnliche Probleme und verloren dadurch Bürger]
  • In Brake und Elsfleht lud man von den großen Schiffen in Kleinere um und & transportierte von dort aus Waren nach Bremen (bis zu dem Hafen an der Schlachte)
    die kleineren Schiffe konnten bis zu 2 Tonnen transportieren
    Weser war die ‚Lebensader‘ Bremens bis ins 19 Jhr.
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Der Bremer Rat
  •  Ratsmitglieder kamen aus den Kirchenvierteln
  • Ca. 30 Familien (mehr oder weniger monistisch à Familien führten ihre Nachkommen in den Rat ein)
  • Bremen nannte sich „Stadtrepublik“, jedoch war es keine freie, demokratische Stadt. Wenige Reiche und Mächtige herrschten
  • Rat wollte seine Macht zeigen --> bauten Rathaus (1407 Fertigstellung)
  • Der Roland wurde als Zeichen für städtische Freiheit gebaut
  • Es gab noch keine Gewaltenteilung, der Rat war für alles zuständig
  • Rat durfte keine Todesstafe verhängen; nur der Erzbischof durfte dies (und der Rat zog den Erzbischof ungerne zu rate --> wenige Todesstrafen)
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _

Mitte des 17 Jahrhunderts, Ölgemälde, Hochzeit in Bremen

"Zu sehen ist ein Hochzeitszug auf dem Bremer Marktplatz. "Zwischen dem etwas groß geratenen Schütting (links) und dem Rathaus (rechts) ist durch eine niedrige Mauer der Platz für den Fisch. und Fleischmarkt ausgegrenzt. Den damals noch farbig bemalten Roland passiert ein vornehmer Hochzeitszug. In denkwürdigem, wenn auch ungewolltem Kontrast dazu stehen der "Kaak" (ein vergitterter Pranger) und der hölzerne Schandesel, beides zur Abschreckung und Strafandrohung auf den Marktplatz Gesetze Disziplinierungsmittel für die unteren Stände."
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _

1647, Bremer Kinder gemalt von Simon Peter Tilman, Ölgemälde
Die Kinder des Kaufmanns Heinrich d'Erberfeld, der auch die Ratsapotheke betrieb, sind als kleine Erwachsene gekleide. Bedeutungsvolle Attribute beschreiben sie als tugendhaft und wohlerzogene Nachkommen. Der Hause, ein altes Symbol für Unzucht oder Ängstlichkeit, wird in erlegtem Zustand gezeigt: Laster und Furcht sind überwunden. Gezähmte Vögel erscheinen als Gleichnis für Gelehrigkeit und eine Erziehung zu gesittetem Leben. Das Lamm bei den Mädchen steht für einen von Sanftmut, Unschuld, Opferbereitschaft und Folgsamkeit bestimmten Tugendkanon
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Kleidung: Ständegesellschaft (es war geregelt, was Leute der entsprechenden Stände tragen durften)
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
1517 Reformation
  • Kurz nach 1517 kam die Reformation nach Bremen
  • 3 Jahre später (1520) katholische Kirche bedeutungslos (prüfen!)
  • Weitere Richtungen: Lutherisch, Calvinistisch
  •  [Luther übersetze die Bibel + Buchdruck --> Verbreitung der Bibel]
  • Verbreitung der Bibel geschah so nicht mehr durch den Erzbischof
  • Altenpflege und Schulen mussten neu strukturiert werden (davor waren die Kirchen dafür zuständig)
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _

Woher bekam die Stadt ihr Geld?
  •  Zölle
  •  Steuern (FunFact: Jeder schätze seine Steuern selbst; in Krisenzeiten: eine Art Mehrwertsteuer, unsinninge Steuern wie Fenstersteuern oder so; aber Bremen hatte immer Geld – waren die Leute ehrlich?)
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _

Folter
  • Schandesel? Schankesel?
  • auspeitschen
  • Pranger
  • Guillotine
  • Schwert zum Köpfen
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ 
Betty Gleim

  • Eine der ersten Frauen, die für ihre Bildung bekannt war
  • Mit 24 gründete sie eigene Schule
  • Unterrichtete auch Fächer wie Geschichte und Geographie
  • Schrieb alle Bücher für ihren Unterricht selbst


_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _

Gemälde der Befreiung
1813 - "Kosaken vor dem Ostertor" von Johann Heinrich Menken, Ölgemälde auf Leinwand
"Soeben ist die Tettenborn entgegengeworfene 100 Mann starke frz. Truppe in den Vorstadtgärten aufgerieben worden. Nur 10 Franzosen haben sich durch das Ostertor in die Stadt gerettet. DIe russischen Reiter werden durch rasches Aufziehen der Zugbrücke am Nachsetzen gehindert. Hanseatische Artillerie hat die Ostertormühle (hinten) und eine Bockwindmühle in Brand geschossen. Der 14-jährige (!) Gottfried Menken war wohl Augenzeuge und malte das Bild kurz nach dem Ereignis"

_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _

Weitere Werke
  • 1813 - "Biwakierende Kosaken auf der Domsheide" von Gottfried Menken, Ölgemälde auf der Leinwand

Ansicht von Bremen

_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _

1647, Der Bremer Kaufmann Hinrich Maerten Eelking und seine Frau
"Die Eelkings waren aus Firesland stammende, seit dem 16. Jahrhundert in Bremen ansässige Kaufleute. 1647 erhielt der bremische Maler Simon Peter Tilman den Auftrag zu diesem repräsentativen Bildnispaar. Erst kurz zuvor war er in seine Heimatstadt Bremen aus Utrecht zurückgekehrt. Mehr noch als in anderen niederländischen Kunstzentren hatten sich dort jene Maler versammelt, die sich in Stil und Motivwahl an der Kunst Italiens orientierten. Ihre Vorliebe für gelehrte und sinnbildche Darstellungensinhalte teilten sie freilich mit anderen holländishcen Schulen"
Portraits waren oft keine Repräsentationen von Beziehungen, sondern waren mit Symbolen versehen, die Stand/Status/Beruf ausdrücken sollten.

_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Karte der Stadtmauer Karte

_________________________________________________________
Franzosenzeit: Gemeinsam erstellter Zeitstrahl
1806
Einquatierung frz. Soldaten bei Bremer Bürgern
Oktober: Kontinentalsperre gegen England verhängt
1807

1808

1809
N. gewinnt den fünften Koalitionskrieg gegen Österreicht
14. Dezember Scheidung von Josephine
1810
Einführung der allgemeinen Wehrpflicht
2. April, Napoleon heiratet Erzherzogin Marie Louise von Österreich
1811
Abschaffung des Feudalwesens
Modernes Gemeindewesen in Bremen eingeführt (budget des communes)
1812
Juni, Russlandfeldzug
1812-13
Kosakengrill am Ostertor
1813
Hanseatische Lizenzen erlauben Ausnahmen von der Kontinentalsperre
Lützlower Freikorps in Bremen
16-19 Oktober Völkerschlacht bei Leipzig. Danach beginnt die Befreiung von der frz Besatzung
1814
Anne Lühring schließt sich den Lützlohern an
Johanna Smidt vertritt Bremen auf dem Wiener Kongress
6 April, N. dankt ab und geht ins Exil
November der Wiener Kongress beginnt
1815
1 März Napoleon kehrt nach Frankreich zurück

 Besonderheit: Franzosen stellten alle Bürger gleich (gab es damals in Bremen nicht! Plötzlich hatten alle Stände die gleichen Rechte!)
_________________________________________________________

Erarbeitung durch Schüler*innen

Bremen vor 1810

  • Betty Gleim, 1805 gründete sie eine Schule, 1806 Eröffnung der Schule, 1812 4 Klassen,
  • Dr. jus. George Oel… (1754-18299; Richter
  • Bremer Rat beschloss „wichtige Dinge“
  • 1600 Bremer Recht
  • Keine Gewaltenteilung
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Welche Neuerungen brachte die französische Besatzung?
  • Einl.: „Feudalismus“- Def.
  • Danach in Frankreich Absolutismus (adelige wurden in ihrer macht eingeschränkt); 2 & 3 Stand mussten weniger abgaben an den 1 machen,
  • Hanseatische Departements 
  • Neue Verwaltungseinheit die von Frankreich über Bremen gestülpt wird
  • Johann Ebert Pavensted (Jura; Bremische Interessen gegenüber der fremden Herrschaft zu verteidigen; Trug auch einen französischen Anzug)
  • Verschiedene Neuerungen
  1. Oberschicht verlor Privilegien --> 1 Stand aufgebracht
  2. Franzosen bauten Straßen aus (für ihre Truppen --> später genutzt zum Transport etc.)
  3. Vergrößerten Gebiet --> Mehr Leute waren Bremer

_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Probleme
Problem waren u.A. die Kontinentalsperre, Handelsblockade
Kontinentalsperre
  •  (Länder die Napoleon eingenommen hat, Napoleon „hatte Streit mit großbritanien“, rief Kontinentalsperre ein)->Schadete seiner eigenen Wirtschaft à verkaufte Lizenz für Kaufleute, damit sie Grenzen überfahren durften
  • Kontinentalsperre traf Bremens Wirtschaft schwer
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _

Wie wurde man die französischen Besatzer wieder los?
  • Preußen und Russland bildeten eine Koalition
  • Zutzowesche Freikorps
  • Bilder der Befreiung (Gottfried Minken?)
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Was geschah nach dem Ende der Besatz in Bremen?
  • Goldschmuck wurde gespendet -> Man bekam Eisenschmuck wieder zurück
  • Prinzessin Marianne forderte dazu auf
  • Nach dem Krieg wurde eisen als schmuck beliebter als goldschmuck. Goldschmuck war verpönt.
  • Johann Smid – Bürgermeister, wollte die alten Regeln vor der franzosenzeit wieder einführen, calvinist, hat theologie studiert, war antisemitisch, wollte deshalb das nicht mehr alle die gleichen rechte haben (somit bestand die chance juden rechte zu nehmen, sorgte für eine der undemokratischsten verfassungen bremens)
_________________________________________________________


Interessante Themen zur Forschung
  • Kleidung
  • Neue Produkte wie Tabak und Kaffee (erstes Kaffeehaus 1673)
  • Hase = negatives Symbol

Kommentare